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Glossar

 

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InhaltA
-An(chin., jap.): 'Hütte'; Suffix für eine Einsiedlerklause oder ein Kleinkloster.
Anatta(Pali, Sanskrit anatman): Nicht-Ich(haftigkeit)
Ango(jap.): > kessei
Anicca(Pali, Sanskrit anitya): Unbeständigkeit (alles Seienden)
Arhat(Sanskrit, chin. lo-han): 'Würdiger'; jemand, der die höchste Stufe des Theravada erreicht, aber seine eigene Erleuchtung noch nicht transzendiert hat, um alle Wesen zu retten; Stufe vor dem Bodhisattva.
Avalokiteshvara(Skrt.) wörtl.: „Der die Klänge der Welt wahrnimmt.“ Einer der bedeutendsten Bodhisattvas im Mahayana-Buddhismus, Verkörperung des Mitgefühls (Jap. Kannon).
InhaltB
BankaAbendandacht (am späten Nachmittag)
BankaAbendrezitation
Bhikkhu(Pali, Sanskrit bhiksu): Hausloser Mönch, Mitglied der sangha im klassischen Buddhismus.
Bodhidharma(Skrt.), 470-543(?), 28. Dharma-Nachfolger des Buddha Shākyamuni und erster Patriarch des Zen in China. Der Legende nach kam B. aus Indien.
Bodhisattva(Skrt.), wörtl.: „Erleuchtetes Wesen“; im Mahayana-Buddhismus ein Wesen, das die Buddhaschaft anstrebt, jedoch so lange auf das Eingehen in das Nirvana verzichtet, bis alle Wesen erlöst sind.
Bodhisattva(Sanskrit, jap. bosatsu): Verkörperung der Selbstlosigkeit im Mahayana-Buddhismus; jemand, der den Eintritt ins nirvana zurückstellt, bis alle Wesen dieses erlangt haben.
Bokushu(jap.): Anhänglichkeit, festhalten.
BonzeLehnwort aus dem Japanischen, dort bozu, oder höflicher: bosan, Mönch.
Buddha(Skrt.) wörtl.: „Der Erwachte“. Bezeichnet bestimmte historische (z. B. Buddha Shākyamuni) und mythische (z. B. Buddha Amida) Personen und Wesen, die die aus dem Kreislauf der Existenzen führende Vollkommene Erleuchtung verwirklicht haben. Zugleich Bezeichnung für die erleuchtete Wirklichkeit der Erscheinungen und die Möglichkeit der Erleuchtung, die allen Wesen eigen ist.
Buddha-Halle(Jap. Hondō, Hatō), zentraler Raum eines Tempels, in dem Zeremonien praktiziert werden.
Bushido(jap.):'Der Weg kämpfender Ritter'; Ehrenkodex der Samurai.
InhaltC
chien-hsing> kensho
Chinzo(jap.): Offizielles Zen-Porträt eines Abtes.
ChokaMorgenandacht
ChokaMorgenrezitation
Chü-shih(chin., jap. Koji) 'Glaubender Herr'; Bezeichnung für Zen-Laien in der T'ang-Zeit.
InhaltD
Daigi(jap.):'Großer Zweifel'; die 'dunkle Nacht der Seele' (vgl. spanische Mystik), welche satori vorausgeht.
Daikangi(jap.): 'Große Freude'; der natürliche Fluß von Liebe und Güte, die aus der Erfahrung des satorierwachsen.
Daimyo(jap.): Provinzfürst, Klanchef.
Daioshō(Jap.), wörtl.: „großer Priester“. Ehrentitel für Meister des Zen.
Daishi(jap.): 'Großer Tod'; die Vernichtung des Ego; auch Metapher für satori.
Dendōkyōshi(Jap.) vom Shumucho (in Verbindung mit Eiheiji und Sojiji) bestätigter und beauftragter, authentischer Zen-Lehrer.
DensuHondoleiter
Dharma(Skrt.), wörtl.: „tragen, halten“. Zentraler Begriff des Buddhismus, der vor allem in zwei Bedeutungen verwendet wird: 1.) das kosmische Gesetz, alle Manifestationen der Wirklichkeit 2.) die Darlegung der Lehre des Buddha.
Dharma(Sanskrit, chin. fa, jap. ho): Wahrheit, Große Ordnung, Lehre des Buddha.
dharma(Sanskrit): Nicht zusammengesetzte Daseinsfaktoren, Monaden, 'Geistatome'.
Dharma NamenSchüler und Schülerinnen, die zu Buddha, Dharma und Sangha Zuflucht genommen haben, erhalten zu entsprechender Zeit von ihrem Meister "Jukai", die Laienordination. Der Dharmanamen kann zum Familiennamen getragen werden.
Dharmakaya(Sanskrit): 'Wahrheitsleib'; die wahre Buddha-Natur oder transzendente Wirklichkeit.
Dharma-Übertragung(Jap. Shihō), die Übertragung von „Herz zu Herz“ (Jap. Ishin-Denshin), Bestätigung des Schülers als Meister; Erlaubnis des Meisters für den Schüler, den Buddha-Dharma zu lehren und zu übertragen.
Die Drei ZeitenVergangenheit, Gegenwart und Zukunft.
Djicha, JishaTeegeber
Do(jap.): > tao
Doan(jap.) > t'ung-hsing
Dōgen, Kigen(Jap), auch Eihei Dōgen, Dōgen-Zenji (1200-1253), berühmter japanischer Zen-Meister, der die Tradition der Sōtō-Schule von China nach Japan übertrug.
Dojo(jap., chin. tao-ch'ang): Allgemein 'Ort des (Übungs-)Weges', also auch Judohalle o. ä.
Dōjō(Jap.), wörtl. „Ort der Übung des Weges“, bezeichnet einen Raum oder eine Halle nur für die Zazen-Praxis.
Dokusan(Jap.), wörtl.: „allein zu einem Höheren gehen“. Formelle Begegnung zwischen Schüler und Meister, in der der Schüler sein Verständnis des Dharma darlegen kann.
Dokusan(jap.): 'Allein gehen'; > sanzen
DokusanAllein-sein mit dem Roshi/Sensei (Koan-Arbeit)
Dokusan, (Sanzen)Einzelgespräch beim Meister
Dōshin(Jap.), wörtl. „Geist des Weges“, entschiedene und durchdringende Einstellung eines Zen-Praktizierenden.
InhaltE
Eiheiji(Jap.), „Kloster des ewigen Friedens“, in der Präfektur Fukui gelegen, ist neben Sojiji (in Yokohama) einer der beiden Haupt- und Ausbildungstempel des Sōtō-Zen. 1243 von Dōgen-Zenji gegründet.
InhaltF
Furyu(jap.): Wort mit einem sehr weiten Spektrum von Bedeutungen, von 'subtil' bis 'ganz natürlich fließend'; Ikkyus Zen.
Fusho(jap., chin. wu-sheng): 'Ungeboren', Bankeis Form der Weitergabe mit Betonung des Hörens gegenüber Meditation oder koan-Arbeit.
Fusui(Fusan)Leitender Mönch im Kloster (Verwaltung und Organisation)
InhaltG
Gaijin(jap.): (Besonders westlicher) Ausländer.
GasshoAneinanderlegen beider Handflächen vor der Brust
Gasshō(Jap.), im Buddhismus eine Mūdra, Geste des Grußes und Respektes, bei der die Handflächen zusammengelegt werden.
Gassho TettoVerbeugung mit Gassho
Gatha(Sanskrit): 'Lied', auch spirituelles Gedicht, häufig in sutras.
GelübdeRichtlinien zur Verwirklichung des Buddha-Geistes, mit denen man sich verpflichtet, sich den drei Kostbarkeiten Buddha, Dharma und Sangha zu widmen, sowie die zehn Hauptgebote (Jap. Kai) des Mahayana-Buddhismus.
Giri(jap.):Pflicht
go-i(jap.): > wu-wei
Goi koan(jap.): Die schwierigste Stufe der koan-Arbeit, mit welcher der Schüler die 'Fünf Stufen des Phänomenalen und des Wirklichen' des Tung-shan (Tozan) durchdringen soll.
Gonsen koan(jap.) helfen die schwierigen Aussprüche der alten Meister zu klären.
Gozan(jap.): 'Fünf Berge'; Tempelzusammenschluß in Japan, Nachahmung einer ähnlichen Konstellation in China [wu-tai-shan], wobei einigen ausgewählten Klöstern ein besonderer Status sowie spezielle Privilegien und finanzielle Unterstützung durch den Kaiserhof zuerkannt wurden.
Gyo DoRezitation beim Kinhin
GyodoRezitation im Gehen
InhaltH
Haiku(jap.): Japanische Gedichtform in siebzehn Silben, abgeleitet aus dem renga [Kettengedicht] und dem tanka [31-silbigen Kurzgedicht], meist im Thema dem Zen nahestehend.
Han(Jap.), wörtl.: „Brett“, ein in Zen-Klöstern gebräuchliches hölzernes Brett, das angeschlagen wird, um die Praktizierenden zum Zazen und Zeremonien zu rufen.
Han(jap., chin. pan): 'Brett'; dickes Holzbrett, das in Zen-Klöstern angeschlagen wird, um die Mönche zum Sitzen zusammenzurufen.
HandaikanTischdienst, Bedienung
HandaikanTischdienst
HankiHolztopf für den Reis
Hara(jap.): 'Bauch'; Punkt der Konzentration 5 cm unter dem Nabel; Energiezentrum - entspricht dem chin-lu, dem 'goldenen Ofen' im unteren Zinnoberfeld des Taoismus.
Harakiri(jap.): 'Bauch schneiden'; grobe Bezeichnung für > seppuku.
HaschiEßstäbchen
Herz-Sūtra(Jap. Hannya Shingyō), das „Herzstück“ der Prajnaparamita-Sūtras (Sūtra der höchsten Weisheit), worin die Unterweisungen zur Leerheit in konzentrierter Form formuliert sind.
Hinayana(Sanskrit): 'Kleines Fahrzeug'; abschätzige Bezeichnung für > Theravada
Ho(chin., jap. Katsu): 'Schreien'; der Schrei des Lin-chi, der verbale Aspekt des Schwertes des Manjusri
Hogo(jap.): Mündliche Belehrung, meist in Form eines Dharma-Vortrags.
Hojo(jap.): Regierung des Shogunats; auch Abt eines Zen-Klosters.
HondoBuddhahalle
Ho-shang(chin., jap. Osho) Anrede für einen voll ordinierten Mönch.
Hossen(jap.): 'Dharma-Gefecht'; Dialog zwischen Zen-Adepten, rational meist nicht nachvollziehbar.
Hosshin koan(jap.): Stufe der koan-Arbeit, welche die Einsicht des Schülers in seine Wahre Natur vertiefen soll.
Hotei(jap.) > Pu-tai
Hsien-sheng(chin., jap. Sensei) 'Früher geboren'; Lehrer.
Hua-tou(chin., jap. wato): 'Wort-Kopf'; Das Kernstück eines kung-an, wird häufig mit diesem verwechselt.
Hua-yen(chin., jap. Kegon, Sanskrit Avatamsaka): 'Blumenschmuck'; tiefschürfende philosophische Schule in China und Japan, geht zurück auf das gleichnamige sutra, lieferte fallweise den philosophischen Hintergrund im Ch'an.
InhaltI
-In(jap., chin. yüan): Suffix für einen Unter- oder Zweigtempel.
InjiAssistent des Roshi/Sensei
Inka(jap.): Siegel der Erleuchtung, ausgestellt von einem Zen-Meister zur Bestätigung eines Schülers. Ähnlich: shiho.
InkinHandglocke
InhaltJ
JakusekiAbendessen
-Ji(jap., chin. ssu): Suffix für (Haupt-)Tempel oder Kloster.
JikijitsuLeiter der Zendo
JikishitsuLeiter der Meditationshalle (Zendo)
Jisha(jap.) Persönlicher Begleiter/Bediensteter des roshi; auch der Mönch, der in der zendo Tee eingießt.
Jizo(jap., Sanskrit Ksitigarbha): In Japan beliebter 'Bodhisattva der Rettung', besonders im Zusammenhang mit Kindern [Abtreibungen!].
JokeiLeiter der Rezitation
Joriki(jap.): Kraft der Konzentration, die durch Sitzpraxis erworben wird.
Jujukai(jap.): 'Zehn Hauptgebote' > kairitsu
Jukai(jap.): Zeremonie der Annahme der kairitsu; öffentliche 'Zufluchtnahme' zu den drei Juwelen des Buddhismus.
Jundo(jap.) Rundgang des roshi (der ja häufig nicht dort bleibt) während des zazen in der zendo.
InhaltK
Kabuki(jap.): Volkstümliches Theater mit deftiger Handlung und humoristischen Einlagen, im Gegensatz zum extrem zurückhaltend agierenden No.
Kai(Jap.), wörtl. „buddhistisches Gebot, Gelübde“, skrt.: Šila
Kai Handas Schlagen des Holzbretts (Stundenschlag)
Kai Kokurze Ansprache des Meisters zu Beginn eines Sesshins
KaichinNachtruhe
KaichinSchlafensdienst
KaijoDie Nachtruhe brechen - Aufstehen
KaijoAufstehen
Kaikyoshi(jap.): Bevollmächtigter Vertreter einer Zen-Schule für ein bestimmtes Land.
Kairitsu(jap.): Gebote und Regeln
Kanji(Jap.), chinesische Schriftzeichen, die auch in der japanischen Schrift verwendet werden.
Kannon(Jap.), Japanisch für Avalokiteshvara.
Kannon(jap., chin. kuan-yin, Sanskrit Avalokitesvara): 'Die/der die Geräusche der Welt hört'; Bodhisattva von Güte und Mitgefühl.
KanshoKleine Standglocke (für Dokusan)
KanshoStandglocke
Karma(Sanskrit): Buddhistisches Konzept des Gesetzes von Ursache und Wirkung.
Katsu(jap.): > ho
Kegon(jap.): > hua-yen
KeisakuErweckungsstab
Keisaku> kyosaku
Keisakuder Stock zum Aufwecken
Kensho(jap., chin. chien-hsing): Einsicht in die eigene Wahre Natur, Erleuchtungserfahrung.
KentanKontrolle des Zazen mit dem Keisaku (nur durch den Lehrer)
Kesa(Jap.), wörtl.: „grobe Woll-Stola“. Das ursprüngliche buddhistische Gewand, aus Flicken zusammengesetzt. Im Zen das aus 7, 9, 11 oder mehr Bahnen bestehende äußere Gewand der Mönchsrobe (Koromo).
Kessei(jap., auch Ango): Zwei- bis dreimonatige Trainingsperiode, in einem Zen-Kloster zweimal jährlich abgehalten.
Kikan koan(jap.) führen zu einem besseren Verständnis der differenzierten phänomenalen Welt durch das 'Auge der Erleuchtung'.
Kinhin(Jap.), „Zazen im Gehen“, Konzentration auf langsames Gehen, zwischen den einzelnen Zazen-Perioden geübt.
KinhinGehmeditation
KinhinZazen im Gehen; Gehpause zwischen den Sitzrunden
KoanAufgabe, Problem, Fall, Gleichnis
Koan(jap., chin. kung-an): 'Öffentlicher Aushang'; im Zen als Meditationshilfe verwendete Ausschnitte aus mondo, meist mit Kommentaren; Mittel, um unter Umgehung des Intellekts das dualistische Denken zu durchbrechen.
Kōan(Jap.), wörtl.: „öffentlicher Aushang, Gesetz“. Ausdruck der universellen Wahrheit des Buddhaweges in Form einer Formulierung aus einem Sūtra oder einer Episode aus dem Leben eines alten Meisters.Vor allem in der Rinzai-Schule wird das K. in Zusammenhang mit der Zazen-Praxis benutzt.
Kokushi(jap.): 'Landesmeister'; höchster Rang, der einem Zen-Meister von der japanischen Regierung verliehen wird.
KonshoAbendläuten Zabuton
Koromo(Jap.) eine weitärmelige, aus China stammende Robe der Mönche, die zwischen Kimono und Kesa getragen wird.
Koto(jap.): Japanisches Musikinstrument, ähnlich der griechischen Lyra.
Kundalini(Sanskrit): 'Schlangenkraft'; im Yoga spirituelle Energie, die, wenn erweckt, die Wirbelsäule den chakren entlang hochsteigt.
Kung-an(chin.) > koan
Kusen(Jap.), Unterweisung durch den Meister oder älteren Schülers während des Zazen; Worte, die direkt dem ursprünglichen Geist des Zazen entspringen, wie der „Gesang eines Vogels“.
Kyōsaku(Jap.), wörtl.: „Erweckungsstock“. Abgeflachter Stock von 75 bis 100 cm Länge, mit dem den Sitzenden während des Zazen zur Ermunterung und zum Ansporn auf die Schultern geschlagen wird.
Kyosaku, auch Keisaku(jap.): Abgeflachter hölzerner Stock, in Zen-Klöstern verwendet, um schläfrige oder verkrampfte Meditierende zu ermuntern und Anhaftungen zu durchtrennen (vgl. Schwert des manjusri).
Kyo-un(jap.): 'Verrückte Wolke'; Selbstbezeichnung Ikkyus, um sein Zen zu charakterisieren.
KyukeiPause
InhaltL
Laienordinationunglückliche Übersetzung aus dem Jap.(Jukai); wörtl.: „die Gelübde empfangen“ . Eine Zeremonie, in der „Laien“ (= Menschen, die keine Mönchsordination erhalten haben) durch den Empfang der Gelübde ihre innere Verpflichtung ausdrücken, dem buddhistischen Weg zu folgen (manchmal auch Bodhisattva-Ordination genannt).
Leerheit(Skrt.), Šunyata, jap.: Ku, zentraler Begriff des Buddhismus. Bezeichnet die Ansicht, daß alle Erscheinungen über keine dauerhafte Substanz verfügen, sondern nur relativ zueinander, in wechselseitiger Abhängigkeit, existieren und dem Gesetz der Vergänglichkeit unterworfen sind.
Lohan(chin.) > arhat
InhaltM
Mahayana(Skrt.), wörtl.: „Großes Fahrzeug, umfassender Weg“, der nördliche Buddhismus. Der M. legt im Gegensatz zur Lehre des ursprünglichen Buddhismus (Theravada) Wert darauf, dass jeder Mensch den Weg zur inneren Befreiung verwirklichen kann. Zum M. gehört auch das Zen.
Mahayana(Sanskrit): 'Großes Fahrzeug'; Im 1. und 2. Jh. in Nordindien entstandene und in Ostasien verbreitete Form des Buddhismus mit Betonung des Bodhisattva-Ideals.
Manjusri(Sanskrit, chin. Wen-shu, jap. Monju): Bodhisattva der Weisheit mit dem die Verblendungen durchschneidenden Schwert.
Mantram(Sanskrit, Mz. mantra): Silbe oder Silbenfolge mit immanenter spiritueller Kraft.
MentorgartenNyogen Senzakis Ausdruck für sein unhierarchisches Zen-Modell, in dem jeder als Lehrer und Schüler zugleich betrachtet wird. Übernommen von dem Begriff 'Kindergarten' des deutschen Reformpädagogen Friedrich Fröbel (1782 - 1852).
Mokugyohölzerner Fisch (liturgisches Instrument)
Mokugyō(Jap.), wörtl.: „Holz-Fisch“, hölzerne Trommel in Form eines kugeligen Fisches, die mit einem gepolsterten Schlegel beim Rezitieren der Sūtras angeschlagen wird.
MokuhanSchlagbrett
Mokusho(jap., chin. mo-chao): Schweigende (andere Lesart: heiter-gelassene) Erleuchtung/ Widerspiegelung, bes. in der Soto-Schule gepflegt.
Mondo(jap.): Kurzer Zen-Dialog zwischen Lehrer und Schüler oder spontaner Austausch zwischen Zen-Meistern, in dem die eigentliche Erkenntniserfahrung ausgedrückt werden soll.
Mondō(Jap.) wörtl. „Frage und Antwort“, Zen-Dialog zwischen Meister und Schüler, in dem es um das essentielle Problem des Lebens geht.
Mūdra(Skrt.), wörtl.: „Siegel, Zeichen“, Körperhaltungen oder Gesten, die bestimmte Aspekte der buddhistischen Lehre verkörpern. Das wichtigste Mūdra des Zen ist die Zazen-Haltung selbst, und die Haltung der Hände (Jap. Hokkai-Join, „Dharma-Essenz, Siegel des Zazen“).
mu-i(jap.) > wu-wei
Mukei(jap.): Wortspiel Ikkyus, in dem er sich selbst als 'Mönch vom Traum-Boudoir' bezeichnete.
InhaltN
Naikan(jap.): 'Innenschau'; Visualisierungs-Therapie des Eremiten Hakuyu, mit der er Hakuin heilte. Kein Zusammenhang mit der bekannten modernen Naikan-Methode.
Nanto koan(jap.): weisen hin auf die Nicht-Andersheit [vgl. Meister Eckhart] inmitten der Alltagserfahrung.
NehanFeier zur Erinnerung an Buddhas Eingang ins Nirwana
Nembutsu(jap.): kurz für 'Namu amida butsu'; ein mantram, mit dem der Name des rettenden Buddha Amida immer aufs neue wiederholt wird; diese Praxis wurde von Honen, dem Begründer der Reinen-Land-Schule des Buddhismus in Japan, im 12. Jh. eingeführt.
Nichiren-Buddhismus(jap.): Die Schule des Lotus-sutra, eine volkstümliche Form des japanischen Buddhismus, die Verehrung und das Gebet betont: "Namu myoho renge kyo" - 'Verehrung dem Lotos des wunderbaren Gesetzes.' Nichiren, der Begründer der Schule im 13. Jh., verkündete, daß die letzte Wahrheit des Buddhismus nur im Lotus-sutra zu finden sei.
Ninjo(jap.): Emotion(en)
Nirvana(Skrt.), wörtl.: „Verlöschen“, ursprünglich bezeichnet N. das Ausscheiden aus dem leidvollen Kreislauf der Wiedergeburten und Beenden des Leidens. Im Zen sind N. und alltägliches Erleben nicht getrennt.
Nirvana(Sanskrit): 'Verlöschen'; Ziel aller Schulen des Buddhismus. Nicht benennbare oder rational faßbare Existenzweise, der von den verschiedenen Schulen verschiedene Inhalte zugeordnet werden. Im Zen, wie allgemein im mahayana, als vom Wandel der Welt nicht verschieden angesehen.
Niso, ZenniBezeichnung für Nonnen und weibliche buddhistische Geistliche.
Niten sojiKehren, Gartenpflege
Nitten Sojitägliches Aufräumen & Säuberungsarbeit in Haus und Garten
No(jap.): Theater der Oberschicht im klassischen Japan; viel Andeutung, wenig Mienenspiel und Handlung.
InhaltO
Obaku Zen(jap., chin. huang-po-ch'an): Nach dem Meister der T'ang-Dynastie benannte Zen-Schule (größte nach Soto und Rinzai).
Oberster Mönch(Jap. Shūso), Position in der Ausbildung eines Zen-Schülers, der in diesem Amt hilft, ein Sesshin (Übungs-Periode) zu leiten; S. ist derjenige, in dessen „Geist des Weges“ (Jap. Dōshin) der Meister besonderes Vertrauen setzt.
OrdensnamenNonnen und Mönche erhalten von ihrem Meister einen Namen, der mindestens eine Silbe (ein Schriftzeichen) aus dem Namen ihres Meisters enthält. Nach ihrer Klosterausbildung, mit der "Selbstständigwerdung" und Anerkennung durch den Meister und die Traditionslinie, erhalten Mönch oder Nonne einen zweiten Namen.
Ōryoki(Jap.), Satz ineinander gestellter und in Tücher verpackter Essschalen; Ō. Benutzt man bei den Mahlzeiten, die im Zen-Dōjō eingenommen werden.
Osho(jap.) > ho-shang
Osho, DaioshoHochverehrter Tempelpriester(-in), nach entsprechender Ausbildung im Kloster, mit der Leitung eines Tempels beauftragt. Osho, Daiosho wird auch für Zenmeister und Patriarchen der Dharmalinie benutzt.
InhaltP
Pai-i(chin., jap. Hakui): 'weißes Gewand'; klassischer Ausdruck für buddhistische Laien.
Paramita(Sanskrit): 'Das andere Ufer erreicht haben', transzendent; die sechs paramitas, 'Vollendungen': Gebefreudigkeit, Disziplin, Geduld, Ausdauer, Meditation und Weisheit.
Prajna(Sanskrit): 'Weisheit'; prajna-paramita: die sechste der paramita, besonders aber die transzendente Weisheit der prajna-paramita-sutra (bes. Herz-sutra und Diamant-sutra).
Pratitya samutpada(Sanskrit): Abhängiges Entstehen, wechselseitige Abhängigkeit (alles Seienden
Pu-tai(chin., jap. Hotei): 'Hanfsack'; halblegendärer Mönch, der mit einem riesigen Bettelsack umherwanderte und daraus die Kinder beschenkte. Inkarnation des 'Buddha der Zukunft' Maitreya.
InhaltQ
InhaltR
Rakusu(Jap.), ein viereckiges, aus kleinen Flicken zusammengesetztes 5-bahniges Stück Tuch, das an einem Band um den Hals getragen wird. Es symbolisiert das Kesa des Buddha und dessen Schülern und wird von Mönchen und ordinierten Laien des Mahayana-Buddhismus getragen.
Renga(jap.): Kettengedicht, improvisiert in Form eines meist humoristischen Wechselgesprächs in einer Runde von Teilnehmern.
Rinzai Zen(jap., chin. lin-chi-ch'an): Begründet von Lin-chi I-hsüan (Rinzai Gigen) in der T'ang-Zeit und im 13. Jh. von Eisai und Daio in Japan eingeführt; betont die koan-Praxis.
Rinzai-Zen(Jap.), geht auf den großen chinesischen Meister Rinzai Gigen zurück. Neben Sōtō-Zen die zweite große Richtung des Zen in Japan. Sie betont vor allem die Kōan-Praxis.
RohatsuGrosses Sesshin zum Gedenken an Buddhas Erleuchtung
Rohatsu Dai SesshinMeditation im Gedenken an den Tag, an dem Shakyamuni die Buddhaschaft erfuhr (strenges 7-Tage Sesshin vom 1.-8.12.)
Roshi(jap.): 'Alter Meister'; Zen-Meister.
RoshiEhrentitel für den Zen-Meister
Rōshi(Jap.), wörtl.: „alter (verehrungswürdiger) Meister“. Respektvoller Titel für einen Zen-Lehrer.
Roshi, RotaishiBuddhistischer Ehrentitel, Erwürdiger "Alter (ZEN-) Meister" (Dharma-Linienhalter). Wird im Rinzai-Zen nur nach Absolvieren der traditionellen Klosterausbildung und Überprüfung und Anerkennung durch andere Roshi verliehen. Roshi sind Dharmanachfolger, die in der Dharmalinie geführt werden. Man kann sich selbst nicht Roshi nennen.
InhaltS
SabakiHolzbrett zum Einsammeln des Reisopfers
SaikiBehälter aus Holz für das eingelegte Gemüse
SaizaFastenspeise (Mittag)
SaizaMittagessen
Sake(jap.): Reiswein, wird warm getrunken.
Sala-Baum(Sanskrit): Legendärer Baum, der sich beim Tod des Buddha weiß färbte.
Samadhi(Sanskrit): Zustand tiefer Versenkung
Samādhi(Skrt.), wörtl.: „Fixieren, Festmachen“. Die Sammlung des Geistes, nichtdualistischer Bewusstseinszustand. Im Zen der ursprüngliche, natürliche Geistzustand.
Sampai(Jap.), die „dreifache Niederwerfung“, Ausdruck des höchsten Respektes, den ein Zen-Mönch erweisen kann.
Sampaidrei Niederwerfungen
Samu(Jap.) „Konzentration auf die Handlungen des täglichen Lebens“, z.B. beim Putzen, Geschirrspülen oder bei der Gartenarbeit etc.
SamuKörperliche Arbeiten, Zazen in Bewegung
Samukörperliche Arbeit in Haus und Garten
Sangha(Skrt.), wörtl.: „Menge, Schar“. Die Gemeinschaft der Praktizierenden des buddhistischen Weges.
Sangha(Sanskrit): ursprünglich Ordensgemeinschaft der Buddha-Mönche und -Nonnen; in der Mahayana-Tradition erweitert auf alle Bekenner/innen des Buddhismus.
Sanzen(jap.): '(Zum) Zen gehen'; Einzelgespräch zwischen Lehrer und Schüler. Ähnlich: dokusan.
Sanzens. Dokusan
SareiTeeumtrunk
SareiUmtrunk mit Tee
Sashu(Jap.), eine Mūdra, die während einer normalen Haltung eingenommen wird (beim Gehen oder Stehen). Dabei wird die Faust der linken Hand von der rechten Hand umschlossen und am Solarplexus angelegt (ähnlich wie beim Kinhin). Die Körperhaltung ist aufrecht und würdevoll.
Satori(jap., chin. wu): Selbst-Verwirklichung, Erleuchtung.
Satōri(Jap.), die Erfahrung des Erwachens als normalen Zustand des Geistes.
Seiza(Jap.) traditionelle japanische Sitzhaltung, bei der man kniend auf den Fersen sitzt.
SeizaFersensitz
Senryu(jap.): Siebzehnsilbiges Kurzgedicht ähnlich dem haiku, häufig mit humorvoller oder philosophischer Bedeutung.
Sensei(Jap.), Anrede für Lehrer und andere Respektspersonen.
Sensei(jap.) > hsien-sheng
SenseiLehrer
Seppuku(jap.): Ritueller Selbstmord.
Sesshin(Jap.), wörtl.: „Berühren des Geistes“. Phase besonders intensiver, disziplinierter Übung des Zazen, wie sie in Zen-Klöstern in regelmäßigen Abständen durchgeführt wird; die Dauer kann zwischen 2 ½ Tagen und mehreren Wochen betragen.
SesshinIntensives Zen-Training
SesshinMeditationswoche (strenge Zen-Übung)
SessuikiKleiner Bottich für Wasser- und Teereste nach dem Ausspülen der Schalen
ShasshuHandhaltung beim Kinhin
Shi(jap.): 'Tod'; wichtiger koan im Samurai-Training.
Shiatsu(Jap.), Druckmassage, bei der die Meridiane des Körpers stimuliert werden.
Shihatsufünf Eßschälchen
Shiho(jap.) > inka
Shihō(Jap.), siehe Dharma-Übertragung.
Shika(jap.): Mönchsältester.
Shikantāza(Jap.), wörtl.: „nichts als treffend sitzen, durchdringendes Sitzen“. Das Verweilen in einem Zustand hellwacher Aufmerksamkeit, die auf kein Objekt gerichtet ist und an keinem Inhalt haftet. S. ist die Essenz des Sōtō-Zen.
Shin-Buddhismus(jap.): Schule des Reinen-Land-Buddhismus, begründet durch den buddhistischen Mönch Shinran (1173 - 1262), der allen Rettung versprach, die gläubig den mythischen Buddha Amida anriefen mit der Formel "Namu Amida Butsu'. Shin ist die verbreitetste buddhistische Schule in Japan.
Shingon(jap.): Wahres Wort'; esoterische Schule des Buddhismus, begründet von Kukai (774 - 835), abgeleitet vom indischen und tibetischen Tantrismus. Konzentriert sich auf den Glauben an den kosmischen Buddha Vairocana und betont rituelle Übungen von mantra und mandala (kosmische Symbole).
Shinto(jap.): Weg der Götter'; ursprünglich animistische Religion mit Schwerpunkt auf Ahnenverehrung und rituelle Reinigung; in der Meiji-Ära japanische Staatsreligion mit Vergottung des Kaisers.
Shintō(Jap.), wörtl.: „Weg der Götter“ Japanische Naturreligion mit schamanischen Elementen.
ShisharyoAufsicht, für die Disziplin und die Gesundheit der Mönche zuständig
Shogun(jap.): Reichsfeldherr'; Regent in Japan vom 13. - 19. Jh.
Shōji(Jap.), mit Reispapier bezogene hölzerne Schiebetüren und -fenster.
ShukusaFrühstück
ShukuzaReissuppe (morgens)
Shunyata(Sanskrit) > sunyata
Shusho-eNeujahrszeremonie
Shushōgi(Jap.), eine gekürzte Sammlung der wichtigsten Schriften der Sōtō-Zen-Schule; Ende des 19.Jahrhunderts abgefaßt.
Shuso(jap.): Obermönch
So sareiZeremonieller Teeumtrunk für alle Mitglieder
SojiSaubermachen, Putzen
Sojiji(Jap.), neben dem Eiheiji eines der beiden Haupt-Klöster des Sōtō-Zen in Japan.
Soryo/Bozu (Obusan)Bezeichnung für Mönche und buddhistische Geistliche
SosanAlle müssen der Reihe nach zum Meister
Soto Zen(jap., chin. ts'ao-tung-ch'an): Zahlenmäßig größte japanische Zen-Schule, benannt nach den Gründern Tung-shan Liang-chieh (Tozan Ryokai) und Ts'ao-shan Pen-chi (Sozan Honjaku) in der T'ang-Zeit und in Japan eingeführt im 13. Jh. durch Eihei Dogen; betont shikantaza, 'einfach sitzen'.
Sōtō-Zen(Jap.). neben der Rinzai-Schule die bedeutendste japanische Schule des Zen. Im 13. Jahrhundert von Dōgen aus China übertragen, stellt sie die Praxis des Shikantāza in den Mittelpunkt.
Sozan"alle müssen zum Meister", allgemeines Sanzen
Ssu(chin.) > -ji
StockKyōsaku.
Suiboku-ga(jap.): Japanische Tuschmalerei.
Sumeru(Sanskrit, auch Meru): 'Weltenberg' im Zentrum des Universums
Sumi(Jap.), schwarzeTusche, die in der japanischen und chinesischen KaIligrafie und Malerei Verwendung findet.
Sunyata(Sanskrit, chin. k'ung, jap. ku): Leerheit, mit der Konnotation 'Soheit' [tathatį].
Sutra(Sanskrit, chin. ching/king/ging): Schrift, Gespräch, Klassiker; Bezeichnung der heiligen Texte des buddhistischen Kanon.
Sūtra(Skrt.), wörtl.: „Leitfaden“. Lehrreden des Buddha oder seiner Nachfolger.
InhaltT
Tabi(Jap.), weiße Socken mit einer separaten Tasche für den großen Zeh. Wird vor allem während Zeremonien getragen.
TakuSchlagholz
Takuhatsu(Jap.), wörtl.: „Bitten mit der Essschale“. Der traditionelle religiöse Bittgang buddhistischer Mönche.
Tao(chin., jap. do): 'Weg'; auch im Zen ein zentraler Begriff, vom Taoismus übernommen; in Japan angewandt auf die 'Kunst-Wege', wie cha-do, sho-do, kyu-do, ju-do etc.
Taoismusunterschiedliche Richtungen traditioneller chinesischer Philosophie und Religion, denen die Naturbetrachtung und das Streben nach Harmonie zugrunde liegt.
Tatami(Jap.), feste Matten aus Reisstroh. Ungefahr zwei Meter mal 1 Meter und 4 cm dick.
Tathįgata(Sanskrit): 'Der so Gegangene'; der Buddha-Aspekt der Möglichkeit und Hervorbringung; die immanente Verkörperung des Absoluten.
Tathatį(Sanskrit): So-sein, Soheit, das-was-ist.
Teezeremonie(Jap. chanoyū), wörtl.: „Teewasser“. Zeremonielles Zubereiten und Trinken von Tee, das sich im 16. Jahrhundert aus Ōryoki-Praxis der Zen-Mönche entwickelte.
TeishoLehrpredigt, Lehrdarlegung eines Meisters
Teisho(jap.): Dharma-Vortrag eines Zen-Meisters, bei dem es weniger auf die gesprochenen Worte ankommt als auf das (u. U. auch schweigende) Aufweisen der Erleuchtung.
TeishoLehrvortrag des Zen-Meisters
Teishō(Jap.), wörtl. „Darlegung der Zen-Erfahrung durch einen Zen-Meister“
TenzoKoch, Küchendienst
Tenzo(jap.): Klosterkoch, eine der anspruchvollsten Aufgaben im Zen-Kloster.
Theravada(Pali): 'Weg der Alten'; die 'orthodoxe' Strömung des Buddhismus in Südostasien, mit Betonung auf Mönchtum und Erleuchtung und nirvana als Ziel. Historisch genaugenommen ein Unterbegriff von hinayana.
TokiKanne oder Gefäß mit Tee oder heißem Wasser
Trikayadie drei Buddha-Leiber (Dharmakaya, Sambhogakaya, Nirmanakaya)
Tripitaka(Sanskrit): 'Dreikorb'; die frühesten schriftlichen Zeugnisse der Buddha-Lehren.
T'ung-hsing(chin., jap. doan) 'gemeinsam gehen'; Weggefährte. Im jap. Zen später auch Bezeichnung für den 'Vor-Sitzenden' in der zendo.
Tzu-jan(chin.): 'Selbst-artig'; zentraler Begriff im Taoismus: von selbst, natürlich, spontan.
InhaltU
Übungs-Periode(jap. ango, wörtl.: „in Frieden verweilen“), intensive Schulung während der Sommermonate (trad. Dauer 3 Monate) in einem Zen-Kloster oder -Zentrum.
Ungeboren(jap. fusho): Bankeis Ausdruck für das Absolute, das sich im Alltag verwirklicht.
Unsui(Jap.), wörtl.: „Wolken-Wasser“. Bezeichnung für den Novizen eines Zen-Klosters.
UnsuiNovize oder Mönch, der im Kloster lebt.
Unsui(jap.): 'Wolke-Wasser'; Mönch(sschüler), Andeutung für das Durchschreiten der Welt, ohne eine Spur zu hinterlassen.
InhaltV
Vorschriften> kairitsu
InhaltW
Wabi(jap.): Ästhetisches Ideal der Einfachheit und Unmittelbarkeit.
Wato(jap.) > hua-tou
Wu(chin.) > satori
Wu-sheng(chin.) > fusho
Wu-wei(chin.): mehrere Bedeutungen, u.a.: (jap. mu-i) Das 'Nicht-Handeln' des Lao-tse. (jap. go-i) Die 'fünf Stände (Stufen)' des Tung-shan. (jap. mu-i) Grundsatz der 'nicht-stufenweisen' Einsicht im Zen.
InhaltX
InhaltY
YakusekiMahlzeit, aus den Resten des Tages zubereitet.
YazaNachtsitzen
YazaNachtsitzen, Zazen die Nacht hindurch
Yüan(chin.) > -in
InhaltZ
Zabuton(jap.): Sitzmatte, Unterlage für das Sitzkissen.
ZabutonSitzunterlagen
Zafu(Jap.), rundes Sitzkissen aus schwarzem Stoff für Zazen.
Zafu(jap.): Sitzkissen für zazen.
ZafuSitzkissen
Zaibatsu(jap.): Japanisches Wirtschaftsmonopol, bzw. dessen Mitglieder.
Zazen(Jap.), wörtl.: „Sitzen in Konzentration, Stille“ in der Haltung des Buddha. Die Essenz des Zen.
ZazenZen-Sitzen
Zazen(jap.): Sitzmeditation.
Zazenstilles Sitzen
Zazenkai(jap.): Kurzretreat über ein Wochenende o. ä.
Zen(Jap.), Übersetzung von Skrt. Dhyana bzw. chinesisch Ch’an, „Meditation,Versenkung, Konzentration“. Eine Richtung, des Mahayana-Buddhismus, die sich in China im 6. Jahrhundert entwickelte. Die Essenz des Zen besteht in der Praxis des Zazen als Verwirklichung des ursprünglichen, natürlichen Geistes in den Handlungen des Alltags.
Zendo(Jap.), Halle oder Raum für die Übung des Zazen.
Zendo(jap., chin. ch'an-t'ang): Zenkloster, Zenhalle.
ZendoOrt der Übung des Zazen; Meditationshalle
Zenji(Jap.), Ehrentitel für berühmte Zen-Meister; meist posthum verliehen.
Zenji (männlich), Zenni (weiblich)Der "unterste Grad", sagt aus: dieser Mönch oder diese Nonne gehört zur Zenschule. Der "höchste Grad" wird für Zenmeister und Patriarchen der Dharmalinie benutzt. Es werden jeweils verschiedene Schriftzeichen benutzt, die den "Rang" erkennen lassen. Diesen Ehrentitel benutzt man nicht für sich selbst
Zen-Mönch(oder - Nonne), jemand, der in einer Ordinations-Zeremonie den Koromo, die Schalen (Ōryoki), das Kesa und die Kai empfangen hat, sich den Kopf rasiert und sich aus innerer Überzeugung, unter Anleitung eines authentischen Meisters, dem Zazen-Weg widmet.
Zeremonieim Zen eine Art ritueller Form, meistens nach dem Zazen ausgeübt, in der Sūtren rezitiert und Sampai praktiziert werden.